Open Wounds

16.08.2010Posted by Tobias G.

 
Immer wieder durchdringt ein Gefühl mein Wesen welches ich nicht fühlen will. Die alte Wunde reisst auf und spuckt neues Blut. Die Frage warum nur bedrückt mich und nimmt mir den Atmen, keuchend lieg ich auf dem Boden und versuche wieder zu atmen, doch alles was passiert ist das die Wunde noch mehr Blut spuckt. Nach Aussen muss ich Haltung wahren, doch der Kern zerbricht täglich. Ich trainiere ohne Blick auf die Konsequenz dieses Gefühl hält mich am Leben was bin ich schon ohne meinen Körper? Ich stufe mich selbst herab um nicht auf mein Geist reduziert zu werden...

Why is Buddha always laughing?!

19.07.2010Posted by Tobias G.

 
Ich stelle mir divers oft die Frage warum Buddha immer lachend abgebildet wurdet, es gibt in der Welt genügend leid. Die Antwort ist recht simple der Buddha weilte immer in der Gegenwart in diesem Augenblick, im Gegensatz zu uns. Körper und Geist sind nie in Einklang, der Körper ist sich dem Augenblick gewiss doch der Geist weilt in der Vergangenheit / Zukunft, dies wird in der buddhistschen Tradiotion als "Zustand der Verwirrung" betitelt. Man kann niemanden helfen wenn man ständig nur weint. Ich habe mir nun Vorkommen morgens beim Aufstehen einen kleinen Vers aufzusagen welchen mit daran erinnern soll Achtsamkeit zu üben
Ich wache auf und lächle Vierundzwanzig nagelneue Stunden liegen vor mir.

Ich gelobe, jeden Augenblick des Tages von Achtsamkeit zu leben, und alle Wesen mit den Augen der Liebe zu betrachten.

Clockwork

15.07.2010Posted by Tobias G.

 
Täglich das gleiche Szenario, doch zur Ruhe kann ich nicht kommen. Wie ein Uhrwerk muss ich funktionieren obwohl mein eigener Wille etwas anderes sagt. Erwartungen die andere an mich stellen obwohl diese fiktiv sind...
Ich brauche Ruhe, doch der innere Zwang kontrolliert mich, dazu kommt diese verdammte Missgunst, ein neues Leben wäre ein optimales ... aber man muss realistisch bleiben.
Von Zeit zu Zeit keimt das ganze wieder auf und überrennt mich mit voller Wucht, ich zwinge mich selbst in die Knie obwohl ich diesen Kreislauf seit langem ablegen wollte...
Das einzige was mir das Gefühl gibt am Leben zu sein ist der Schmerz des Trainings jeden Tag ein Stückchen mehr auf dem steilen Weg zur Perfektion doch brechen werd ich nicht...

Viva Caligula

07.05.2010Posted by Tobias G.

 
Lang lebe Caligula, der wohl gewalttätigste Herrscher der Antike...
Betrachtet man sein Verhalten sehe ich gewisse Aspekte dir mir bekannt vor kommen, der Wahnsinn ist wohl eine der gefürchtetsten "Krankheiten". Ich persönlich glaube im Wahnsinn liegt auch eine tiefe Freiheit, jeden Tag funktioniert der moderne Mensch wie ein Uhrwerk strikte Regeln und für jeden bereit. Ich lebe ein Leben in strenger Askese nicht weil mir dies aufgelegt wurde sondern um mich selbst zu ergründen. Nur durch Disziplin und Stärke kann ich wachsen, schwach und träge war ich lange genug, die Zeit des Erwachens ist angebrochen. Ich glaube der Wahnsinn ist wirklich befreiend die ganzen strengen Normen und Verhalten die wir uns täglich unterwerfen sind auf einmal nichtig. Du lebst nur noch für dein Ziel...
Jede Disziplin fordert irgendwann Ihren Tribut der Körper ist belastbar aber selbst die stärkste Mauer bricht unter dem Gewalteinfluss der Natur...

Viva Caligula

Walking circles

04.05.2010Posted by Tobias G.

 
Der Tag gleicht dem vorherigen und dem nächsten. Ich laufe Kreise und nichts verändert sich, ein Déjà-vu folgt dem nächsten. Wenn das Leben nicht mehr zu bieten hat frag ich mich wozu leben? Ich hab alles gesehen ...
Der Fokus liegt auf dem wesentlichen dennoch bleibt die Frage "Wieso?", man lebt für etwas oder stirbt für nichts doch ist es das Wert? Tägliche Entbehrung und Disziplin für das eine Ziel? Falls ich sterbe bevor ich das Ziel erreicht habe soll auf meinem Grabstein stehen "Died trying" zu mindestens wäre das eine logische Konsequenz für mein Handeln.
Ich frage mich wie es meinen Vorbildern früher erging, wie erlebte der große Seneca sein leben? Im Exil aus Rom verbannt und zum Suizid gerichtet? Ich werde wütend wenn ich sehe wie andere Ihren Körper vergewaltigen obwohl ich einst einer war von Ihnen ist das Tiefe verlangen groß selbst wieder so zu sein, aber aufgeben? Wohl kaum das wäre die Arbeit nicht Wert, chronisch depressiv und unzufrieden, dieses Leben ist nicht das meine. Nur aus Disziplin und Ehrgeiz erwacht wahre Stärke...